Käse mit gepresstem & vorgewärmtem Teig

Käse mit gepresstem und vorgewärmtem Teig, auch Hartkäse oder Schnittkäse genannt, ist eine Käsesorte, die sich durch eine hohe Trockenmasse auszeichnet. Hartkäse hat die längste Reifezeit aller Käsesorten – sie liegt, je nach Sorte, zwischen drei Monaten und über drei Jahren. Er hat daher einen kräftigen Geschmack und sein Aroma ist sehr intensiv.

Nach der deutschen Käseverordnung darf Hartkäse höchstens 56 % Wassergehalt in der fettfreien Käsemasse enthalten. Für Käsesorten, die nach ihrem Standort benannt sind, gibt es Ausnahmeregelungen.

Bei der Hartkäseherstellung wird die mit Lab dickgelegte Käsemasse (Dickete) mit der Käseharfe so lange gebrochen, bis die einzelnen Teilchen des Bruchs nur noch etwa weizenkorngroß sind; dadurch kann mehr Molke abfließen. Danach wird der Bruch erwärmt, je nach Käsesorte auf zwischen 50 °C (Hartkäse) und 55 °C (Extrahartkäse), was den hohen Anteil an Trockenmasse erklärt. Im Anschluss wird die Masse in Formen gefüllt, gepresst, in Salzlake getaucht und im Reifekeller oder in einer Höhle eingelagert, wo bestimmte Bakterien (wenn erwünscht) Kohlenstoffdioxid und Propionsäure produzieren, was einerseits zur Lochbildung führt und andererseits zum Aroma des Käses beiträgt.